Auf acht DVD´s präsentiert die Wochenzeitung „DIE ZEIT" private Filmaufnahmen, die das politische, kulturelle und familiäre Leben Deutschlands im 20. Jahrhundert beleuchten.

Die Filmdokumente bieten einen Blick auf noch unzerstörte deutsche Städte vor dem Zweiten Weltkrieg. Aufnahmen aus den Zwanziger Jahren zeigen Städte wie Berlin, Hamburg, Köln oder München in völlig intaktem Zustand, häufig sogar in Farbe.Aus privater Sicht: Szenen von Reichspräsident von Hindenburg und Hitler bei Paraden, Aufmärschen un der NS-Ordensburg Vogelsang.Auch politische oder kulturelle Prominenz nach 1945 ist auf ganz neuen Bildern zu sehen: Kennedy auf dem Weg zu seiner großen Berliner Rede, Helmut Schmidt und Willy Brandt aus nächster Nähe mit Parteifreunden, Franz Josef Strauß zu Gast bei einer Hochzeit, Romy Schneider und Jean-Paul Belmondo bei Filmpremieren.

Großformatige Booklets erläutern die Entstehung der Filmdokumente. Ein von Brockhaus produzierter Begleitband zur deutschen Geschichte bietet auf 240 Seiten ergänzende Hintergrundinformationen und ermöglicht die historische Einordnung der Aufnahmen. Die Filmaufnahmen der Edition stammen aus dem Bestand des Archivs "Filmkontor", einem der größten Archive privaten Filmmaterials in Deutschland. Sein Besitzer, Historiker und Filmemacher Dr. Joachim Castan, hat die neue Edition im Auftrag der Zeit produziert.

Die Inhalte der acht DVDs:

1. Zwischen Weltkrieg und Diktatur, 1918–19322.
2. Schöner Schein, Gewalt und Nazikult, 1933–19393.
3. Blitzsiege, Vernichtung und totale Niederlage, 1939–19454.
4. Wir werden wieder wer, Westzonen und Bundesrepublik, 1945–19605.
5. Auferstehen aus Ruinen, SBZ und DDR, 1945–19606.
6. Wohlstand für alle, Bundesrepublik, 1961–19717.
7. Krisenjahre – Wendejahre, Bundesrepublik, 1972–19908.
8. Mauer, Platte und Wiedervereinigung, DDR, 1961–1990

Diese DVD Edition ist hier direkt bestellbar.

Eine große Resonanz hatte auch die Filmkontor Dokumentation

Die Potsdamer Garnisonkirche. Ein preußisches Wahrzeichen

in der Reihe Geheimnisvolle Orte des rbb

14. April 1945 - über 700 Bomber der Royal Air Force am Himmel über Potsdam. Der Angriff dauert nur 20 Minuten. 1.600 Menschen kommen in dieser Nacht ums Leben. Auch die Garnisonkirche steht in Flammen. Zwölf Jahre vor dieser "Nacht von Potsdam" war die Garnisonkirche die Kulisse für den "Tag von Potsdam". Vor ihr entstand ein berühmtes Foto: Reichskanzler Hitler schüttelt Reichspräsident von Hindenburg devot die Hand. Dieses Foto macht Geschichte - bis heute gilt es als Meilenstein im Prozess der nationalsozialistischen Machtübernahme. Die Dokumentation deckt auf, wie es wirklich zu diesem Foto kam. 

Die Potsdamer Garnisonkirche ist ein zentraler Ort der preußisch-deutschen Geschichte: Geweiht wurde die Kirche 1732. Ihr Erbauer: der Soldatenkönig. Sie dient als Hofkirche des preußischen Königshauses und Militärkirche der preußischen Garnison. Seit 1740 ruhte in der Gruft der Garnisonkirche der Soldatenkönig.

Seit 1786 stand neben seinem Sarkophag der Zinksarg mit dem Leichnam seines Sohnes. Die Kirche wurde damit zu einem Wallfahrtsort gläubiger Verehrer Friedrich II. Im Jahr 1943 werden die beiden Sarkophage der preußischen Könige aus der Garnisonkirche evakuiert. Der Krieg hinterlässt eine Ruine. Diese ist ein Dorn im Auge der neuen Herrscher. 1968 wird sie gesprengt.

Der Film erzählt die Geschichte dieses verschwundenen Ortes und deckt dabei eine Reihe von Mythen und Legenden rund um die Kirche auf. Neu aufgefundene und bislang unveröffentlichte Bilder und Privatfilme über die Garnisonkirche - teilweise in Farbe - vervollständigen das Bild.

dieses Format wurde bislang von 24 Millionen Zuschauern gesehen


Neu aufgefundene Amateurfilme und neue Ergebnisse historischer Forschung geben in diesem Film Antworten darauf, warum die NS-Diktatur fast bis zum Ende 1945 stabil regieren konnte. Im Fokus stehen dabei unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern.

Die Aufnahmen zeigen beispielsweise Hitler aus nächster Nähe bei der Eröffnung der Olympiade 1936, Fahrten über die neue Autobahn und den Prototyp des VW-Käfers 1939 in Farbe, antisemitische Schmierereien in der Haupteinkaufsstraße von Innsbruck, NSDAP-Parteimitglieder, die geraubte Wertgegenstände ihrer jüdischen Nachbarn begutachten, deutsche Soldaten, die Frauen in der Ukraine bedrängen, demoralisierte deutsche Bombenopfer.

Die Bilder stammen aus dem Bestand von Filmkontor und anderen Archiven mit Amateurfilmen. Sie ermöglichen einen neuen Blick auf deutsche Zeitgeschichte. Zu sehen ist der filmische Nachlass von 148 Filmamateuren aus Deutschland, England und den USA. Jenseits der Propaganda entsteht so ein neuer Blick auf Hitlers Reich.

Kommentiert und eingeordnet werden die Szenen von renommierten Historikern und Historikerinnen, darunter den Erfolgsautoren Prof. Dr. Götz Aly und Dr. Heike Görtemaker.

Link zum Anschauen einzelner Folgen in der ZDF Mediathek

(c) FILMKONTOR Castan